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Aktiv-Region Alsterland ermöglicht Neubau am Pastorat Sülfeld

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Sülfeld (em). Vor wenigen Tagen gab es eine freudige Nachricht für die Kirchengemeinde Sülfeld: die Europäische Gemeinschaft fördert über die Aktiv-Region Alsterland aus dem Landwirtschaftsfonds: Nachhaltige Daseinsvorsorge: Lebendiges Dorf für Jung und Alt finanziell die bauliche Erweiterung des kirchlichen Gemeindehauses Remise am Pastorat in Sülfeld in der Ortsmitte. Gewährt wird der mögliche Höchstbetrag in Höhe von 100.000 €Euro bei geschätzten Gesamtausgaben von circa 250.000 Euro.
Schon lange sieht der Kirchengemeinderat Sülfeld die Notwendigkeit, den einzigen Gemeinderaum räumlich zu erweitern – zu vielfältig sind die Anfragen zur Nutzung der Remise für kirchliche aber auch für jegliche Veranstaltungen der örtlichen Vereine und Verbände, so Ulrich Bärwald, Vorsitzender des Kirchengemeinderates Sülfeld. In Ermangelung einer Wirtschaft in der Gemeinde mit immerhin 3.300 Einwohnern finden in der Remise, zentral in der Ortsmitte gelegen, auch viele private Familienfeiern statt; ein Konkurrenzunternehmen ist die Kirchengemeinde damit zur freien Gastronomie nicht, die gibt es hier schlicht nicht.
Erst am letzten Wochenende, so berichtet Pastor Steffen Paar, drängten sich an die 85 Besucher zum sonntäglichen Nachmittagskaffee in der Remise. Dank des guten Wetters konnten einige Besucher in der Sonne auf dem Pastoratshof beköstigt werden.
Bei der Remise handelt es sich um ein ehemaliges Unterstellgebäude für die Pferdekutschen des Pastors, der bei Wind und Wetter zu Amtshandlungen in seinen damals großen und weitläufigen Amtsbezirk, bis Sievershütten und Neritz, reisen musste. Im Zuge der grundlegenden Sanierung des Pastorats sowie des Pastoratshofes 2004 wurde auch die reetgedeckte Remise aus dem Jahr 1835 vollständig saniert und zu einem kirchlichen Gemeindehaus umgebaut. Schon seit längerer Zeit zeigt sich aber bei den vielfältigen Nutzungen die räumliche Enge.
Dem kann jetzt umgehend dank der großartigen Unterstützung der EU abgeholfen werden. In einem Angebotsverfahren konnte für die Planungsleistungen bereits erneut Architekt Oliver Juhnke aus Dunkelsdorf gewonnen werden. Seine ersten Planungen fanden die einhellige Zustimmung des Kirchengemeinderates, und auch das Landesamt für Denkmalpflege sowie das Baudezernat der Nordkirche signalisierten im Ortstermin schon die Genehmigungsfähigkeit. Vorgesehen ist danach ein separater Baukörper auf der rückseitigen Terrasse der Remise, verbunden mittels Zwischengang mit den bereits vorhandenen Räumlichkeiten, die Grundfläche erweitert sich um circa 51 Quadratmeter auf dann insgesamt115 Quadratmeter. In dem so geschaffenen erweiterten Raum finden dann an die 200 Personen Platz. Bewusst wird es keine Kopie der Remise von 1835, sondern ein erkennbarer Baukörper des Jahres 2019 sein.
Nun gilt es, die Planungen zu verfeinern, die Baugenehmigung zu beantragen und im Sommer mit den Bauarbeiten zu beginnen.
Ein schönes Zeichen, so Ulrich Bärwald, auch tätig in den Gremien der Aktiv-Region Alsterland, dass Europa so kurz vor den anstehenden Europawahlen im Mai so nachhaltig erneut durch Fördermittel wichtige Maßnahmen für ein Lebendiges Dorf für Jung und Alt ermöglicht.

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