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Alt-Segeberger Bürgerhaus zeigt koloriertes Gipsmodell

von Michael Ehlers

Professor Asmus J. Hintz und seine Ehefrau Bärbel Hintz sahen sich mit Museumsleiter Nils Hinrichsen und Künstlerin Beate Gröschler das kolorierte Stadtmodell an.  Foto: ehl

Bad Segeberg (ehl). Vor gut einem Jahr sahen sich das Ehepaar Bärbel und Professor Asmus J. Hintz das Gipsmodell der Stadt, das eine Rekonstruktion der Siegesburg und der umliegenden Gebäude um das Jahr 1600 zeigt, genauer an. Zur damaligen Zeit suchte Museumleiter Nils Hinrichsen Sponsoren für die Kolorierung des weißen Gipsmodells. Kurzerhand übernahm das Ehepaar Hintz die notwendigen 1000 Euro. Jetzt wurde das Ergebnis der fast einjährigen Arbeit im Alt-Segeberger Bürgerhaus präsentiert.
Stolz berichtet Nils Hinrichsen: „Wir haben dem Spenderpaar Asmus und Bärbel Hintz zu danken. Sie haben vor einem Jahr die Kosten in Höhe von 1.000 Euro für die Kolorierung unseres Models der Siegesburg übernommen.“ Die Künstlerin Beate Gröschler hat gut ein Jahr an dem Projekt gearbeitet. Gemeinsam mit dem Museumsleiter hat sie intensiv an der Farbgebung experimentiert.
„Das Modell passt hier wunderschön rein, dominiert den Raum nicht, sondern füllt ihn sinnvoll aus“, meint Hinrichsen. Besonders interessant ist, dass durch die Farbgebung interessante Details sichtbar geworden sind. Ein markantes Beispiel: An der Burg sieht man nun herausrankendes Strauchwerk. Das deutet darauf hin, dass die Burg bereits um sechzehnhundert ein abgängiges Gebäude gewesen ist, das nicht mehr bewohnt und unterhalten wurde.
Auf dem weißen Model war das so nicht sichtbar. Die Fachwerktexturen bei den Bürgerhäusern wurden mit Stempeln aufgebracht. Das war nicht immer einfach bei über hundert Häusern, da diese nicht vom Model runter genommen werden konnten.“
Die Künstlerin Beate Gröschler ist mit dem Ergebnis hochzufrieden. Nach einigen Versuchen, die richtige Farbe zu finden, ist sie schlussendlich auf eine Mischung aus Acryl- und Wandfarbe gestoßen. „Teilweise war die Arbeit sehr anstrengend. Ich konnte mich nirgends abstützen, da das Gipsmodell ja sehr empfindlich ist. Ich habe dann oft in vielen kleinen Einheiten gearbeitet, aber die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht“, berichtet Beate Gröschler freudestrahlend.
Hochzufrieden zeigt sich auch das Ehepaar Hintz, die die Farbgebung durch ihre Spende erst möglich gemacht haben. „Vor einem Jahr haben wir das Modell im weißen Zustand kennengelernt und sind begeistert von der Kolorierung. Man bekommt einen ganz anderen, plastischeren Eindruck von der Stadt und der Siegesburg“, berichtet Professor Hintz.
Professor Hintz bezeichnet die Situation vor einem Jahr als Schlüsselerlebnis und führt aus: „Wir haben uns vor einem Jahr dazu entschlossen dafür zu sorgen, dass dem Museum in Bad Segeberg eine noch größere Bedeutung zukommen soll. Das hat zu der Überlegung geführt, ein Kreis- und Stadtmuseum für Segeberg errichten zu lassen. Letztendlich haben wir im Februar diesen Jahres den Förderverein des Kreis- und Stadtmuseum Segeberg gegründet, der in Kürze dann auch in Erscheinung treten wird.“

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