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Buntes Wandbild lädt zum Abfall-Lehrpfad ein

von Katja Lassen

Im Auftrag des Martin-Meiners-Fördervereins (MMFV) malte Tina Wittern (li.) das Wandbild im Hintergrund. Es soll einladen, den Abfall-Lehrpfad beim Roten Holzhaus in Bad Segeberg zu besuchen, der im Frühjahr 2020 eröffnet wird. Darüber freuen sich die Umw

Bad Segeberg (kf). Wer jetzt zum Roten Holzhaus, dem außerschulischen Lernort des Martin-Meiners-Fördervereins für Jugend und Umweltprojekte (MMFV) in Bad Segeberg kommt (Am Was-serwerk), wird von einem fröhlich bunten zwei mal vier Meter großen Wandbild der Malerin Tina Wittern begrüßt. Auch steht auf dem Weg zum Recyclinghof – während der Öffnungszeiten offen für alle – das frisch renovierte Bad Segeberger Tauschhaus. Beide sind Vorboten für den neuen Abfall-Lehrpfad unter dem Motto Mit allen Sinnen durch den Müll, der über Winter auf dem Gelände rund um das Rote Holzhaus entsteht.

Der MMFV erweitert sein Bildungsangebot rund um das Rote Holzhaus. Auf dem Gelände entsteht ein Lernort zur Kreislaufwirtschaft. Schulkinder der Klassen drei bis fünf können ab Frühjahr 2020 an neuen Lernstationen auf Entdecker- und Erforschungs-Tour gehen. Was Littering, das achtlose Wegwerfen von Müll, bedeutet, erleben sie aktiv auf einem Schlängelweg durch Sträucher und Büsche. An echten Mülltonnen wird nicht nur Abfall sortiert, sondern auch gewogen, um dann zu errechnen, was eine Familie in einem Jahr an Müll hinterlässt. Mit Schaufel, Becherglas und Lupe werden Biomüll und Kompost unter die Lupe genommen und somit der Biokreislauf live erlebt. Auf dem Weg zur Recyclinghoftour steht ein Tauschhaus als Beispiel für nachhaltigen Konsum.

„Durch aktives und emotionales Erleben sollen bei den Schülern Impulse zum Nachdenken gesetzt, Zusammenhänge zwischen Konsum und Abfallwirtschaft vermittelt und umweltgerechtes Handeln angeregt werden“, fasst Bettina Kramer, Umweltreferentin beim MMFV, die Ziele des außerschulischen Lernorts zusammen. Gefördert wird das Projekt mit 25.000 Euro aus der Bingo Umweltlotterie.

Damit im Frühjahr alles fertig ist, liegt noch etwas Arbeit an. Ein Teich muss umgelegt und ein Komposthaufen angelegt werden. Eine 80 Quadratmeter große Wildblumenwiese wurde bereits angelegt, der Litteringpfad muss aber noch freigeschnitten werden, auf ihm sollen teils kuriose achtlos weggeworfene Sachen zu finden sein, die entsprechend entsorgt gehören.

Die verschiedenen Abfalltonnen mit Kindern, die Bananenschalen, Schuhe und Zeitungen entsorgen, aber auch Blumen, Insekten und Vögel, ein Regenbogen wie im Logo des MMFV und ein WZV-Abfallauto sind auf dem Wandbild von Tina Wittern wiederzufinden. Tina Wittern ist heute Produktdesignerin Illustration. Sie hat schon immer gern gemalt. Zur 825-Jahr-Feier der Gemeinde Rickling nahm sie an einem Plakatmalwettbewerb teil und gewann den ersten Preis, den ihr kein anderer als Martin Meiners 1989 übergab. Heute malt sie im Auftrag des Fördervereins, der seinen Namen trägt.

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