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Freundeskreis Segeberger Bürgerhaus sorgt sich um das Stadtmuseum

von Dirk Marquardt

Der Freundeskreis Segeberger Bürgerhaus mit dem Vorsitzenden Manfred Quaatz (re.) und Schriftführer Joachim Geppert sorgt sich um die Finanzierung des Museums in der Lübecker Straße.Foto: mq

Bad Segeberg (mq). Zwei Museen in der Lübecker Straße, zwei Konzepte und zwei Vereine, die um Spenden werben – ob das gutgehen kann, daran zweifeln die Verantwortlichen des Freundeskreises Segeberger Bürgerhaus. Denn mit der Initiative für ein Kreismuseum im historischen Höhlenkrug gibt es künftig einen Mitbewerber um dringend benötigte Spendengelder. Vor kurzem gründeten die Mitglieder dieser Initiative um Prof. Asmus Hintz den Förderverein Kreis- und Stadtmuseum.
„Wir haben nichts gegen die Aktivitäten. Aber wir haben Angst, dass das Segeberger Bürgerhaus in den kommenden Jahren zu kurz kommt“, sagt Manfred Quaatz, der Vorsitzende des Freundeskreises. Der städtische Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro reicht nicht ganz für das Gehalt des Museumsleiters aus, zudem müssen die laufenden Kosten sowie die Entwicklung der Ausstellungen sowie sonstige Kosten ausschließlich über den Freundeskreis aufgebracht werden. Mehr als 20.000 Euro sind dafür schon geflossen. Hinzu kommen eigene Projekte wie das Virtuell-Reality-Modell (VR) Segeberg 1600, für das rund 15.500 Euro veranschlagt sind. Hierfür wurden übrigens schon eigene Räume angemietet.
Seit dem Jahr 2014 unterstützt der Freundeskreis mit seinem 53 Mitgliedern das Segeberger Bürgerhaus, dessen Träger die Volkshochschule Bad Segeberg ist. „Wir sind sogar schon angesprochen worden, ob das Bürgerhaus jetzt geschlossen wird oder ob wir uns als Museumsfreunde auflösen würden“, sagt Manfred Quaatz. Nichts dergleichen wird passieren, denn der Freundeskreis kämpft weiter darum, das Museum attraktiv zu präsentieren, um weiterhin viele Besucher anzulocken. Zudem gibt es Pläne, den bisher nur als Lagerraum genutzten Dachboden auszubauen. Dieser könnte für Ausstellungen, Museumspädagogik und Versammlungen genutzt werden. Allein dafür fallen Kosten von geschätzt 100.000 Euro an. „Da wollen wir gezielt auf Sponsoren zugehen“, hofft Manfred Quaatz auf eine Realisierung der Pläne.
Doch nicht nur finanzielle Mittel fehlen, es werden auch noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Aufgabenfelder gibt es genug: So gilt es, Öffnungszeiten zu betreuen, Objekte zu organisieren und zu präsentieren oder bei der Inventarisierung zu helfen.
Kosten werden außerdem für die Optimierung der Ausleuchtung der Ausstellung sowie für die Erneuerung der Versorgungsleitungen, insbesondere der Elektrik anfallen.
Eine Mitgliedschaft im Freundeskreis kostet als Einzelperson 25 Euro im Jahr, für Familien 40 Euro. Wer Mitglied werden möchte, wendet sich an die Volkshochschule oder direkt an das Museum in der Lübecker Straße 15. Das hat noch bis Oktober mittwochs bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet.

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