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Nachgefragt: Wie familienfreundlich ist Bad Segeberg?

von Katja Lassen

Familienfreundliches Bad Segeberg – Das gefällt und das fehlt noch in der Kreisstadt. Die Koordinatorinnen Helena Nickel (Familienzentrum Spurensucher) und Doris Hinz (Familienzentrum Südstadt) sowie Ulrike Haeusler (ganz re.), Referentin für Familienbild

Bad Segeberg (kf). Wie familienfreundlich ist Bad Segeberg? Was gefällt Familien gut und was fehlt ihnen noch? Diese Fragen haben die Familienzentren Spurensucher und Südstadt sowie die Evangelische Familienbildungsstätte rund 90 Familien mit Kleinkindern gestellt und die positiven sowie negativen Punkte in je einer Liste gesammelt.
Den internationalen Tag der Familie am vergangenen Montag nahmen die Koordinatorinnen Doris Hinz (Familienzentrum Südstadt) und Helena Nickel (Familienzentrum Spurensucher) sowie Ulrike Haeusler, Referentin für Familienbildung im Evangelischen Bildungswerk zum Anlass die beiden Schriftrollen an Bürgermeister Dieter Schönfeld und Kirsten Tödt, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Bildung und Kultur zu überreichen.
Die Liste der noch offenen Wünsche war ein Stück länger als die mit denen, die bereits geschätzt werden. Zudem standen die Listen auch teilweise im Widerspruch. So gefiel einige Familien das Angebot an Spielplätzen während andere Eltern sich mehr Spielmöglichkeiten für ihre Kinder wünschen. Vor allem für kleine Kinder fehle es an Babyschaukeln, verriet die Liste. Gelobt wurde auf der einen Seite der Stadtbus, mit der 30-minütigen Taktung, während sich andere bessere Busverbindungen wünschen. Dieter Schönfeld wusste diesen scheinbaren Widerspruch aber zu deuten. Für Familien aus der Südstadt sei die Busverbindung nicht optimal und durchaus noch verbesserungswürdig.
„Die Familien sind sehr reflektiert“, lobte Ulrike Haeusler. „Sie wünschen sich nicht das blaue vom Himmel sondern sind sehr prakmatisch.“
Gelobt wurden unter anderem die guten Bademöglichkeiten im Sommer und das tolle Angebot an Sportvereinen. Auch schätzen Familien die Betreuung rund um die Schwangerschaft und Geburt, mit Frühen Hilfen, Stillcafé und das Welcome-Angebot. Der Jugendzeltplatz Wittenborn, die Karl May Spiele, das Erholungsgebiet Ihlsee sowie der Wochenmarkt wurden ebenfalls als positiv bewertet.
Auf der Wunschliste stehen mehr Veranstaltungen und Angebote für Jugendliche, mehr kostenlose Eltern-Kind-Parkplätze zum Beispiel beim Krankenhaus, mehr Hebammen, mehr Still- und Wickelmöglichkeiten sowie Indoor Spiel- und Bademöglichkeiten. Auch könne das Angebot im Ferienpass abwechslungsreicher gestaltet werden.
Beim Thema mehr öffentliche Toiletten versprach Dieter Schönfeld die „nette Toilette“ noch einmal besser zu bewerben. Die Barrierefreiheit zu den Geschäften sowie mehr Spielmöglichkeiten in Cafés und Restaurants liege jedoch nicht in der Zuständigkeit der Stadt. Hier sind die Geschäftsleute gefragt.
„Die Wunschliste wird in Ruhe im Ausschuss geprüft“, versprach Kirsten Tödt. Wir werden Stück für Stück gucken, was sich realisieren lässt“, versprach sie und zeigte sich durchaus erfreut, dass es auch viele Punkte gibt, die Familien gern in der Kreisstadt leben lässt.

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