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Revolverheld startete Open-Air-Tour am Kalkberg

von Laura Greiner

Anja Wrage (Kisdorf), Katja Wulf (Kisdorf), Nicole Schnoor (Kisdorf), Sandra Krohn-Tollschnibbe (Tönningstedt, vorne v.li.) sowie Gaby Musfeldt (Todesfelde), Anja Musfeldt (Bad Segeberg), Manuela Grandt (Wahlstedt) und Anja Wrage (Kisdorf) feierten im Kal

Bad Segeberg (lag). Das Herz schlägt bis zum Hals stellte nur einen Titel des großen Song-Repertoires dar, mit dem die deutsche Pop-Rock-Band Revolverheld in Bad Segeberg ihre große Open-Air-Tour einleitete. Mit rockigen Tönen brachte sie den Kalkberg zum Beben, das Publikum zum Tanzen und mit soften Titeln jeden Träumer zum Dahinschmelzen. Rund 5.000 Fans waren in die Kalkberg-Arena gekommen, um die Jungs aus Hamburg live zu erleben. Mit altbekannten Songs als auch Titeln ihres 2018 erschienenen Albums Zimmer mit Blick begeisterten sie ihr Publikum, erzählten vom Sommer in Schweden, dem Denkmal, das die Liebe versaut und waren gemeinsam mit ihren Fans Immer in Bewegung.
Zu Beginn der Konzertes lockerte sich nicht nur die Wolkendecke auf und die Sonne bahnte sich ihren Weg, auch für eine lockere Stimmung war bereits bestens gesorgt. Als Support stand der schottische Singer-Songwriter Greg Holden auf der Freilichtbühne und heizte dem Publikum ordentlich ein. Für Revolverheld nahmen Fans auch längere Anreisewege auf sich, und das wie im Falle von Jan Schlobohm und René Grabowski auch gerne mal sehr spontan. Die beiden Freunde aus Ottersberg bei Bremen holten sich am Tag des Konzertes ihre Karten im Internet und machten spontan einen Ausflug zur Freilichtbühne. Schlobohm ist schon lange Fan der fünfköpfigen Gruppe und schätzt an Leadsänger Johannes Strate besonders den Wiedererkennungswert seiner Stimme und die Natürlichkeit: „Er ist auf dem Boden geblieben.“ Für den 27-Jährigen war es nicht nur das erste Konzert von Revolverheld, sondern auch gleich das erste Live-Konzert überhaupt, ein besonderer Abend also im doppelten Sinne. Auch Annika Wohllebe aus Norderstedt und Jennifer Hamisch aus Henstedt-Ulzburg sind schon von Beginn an begeistert von der Gruppe. Sie sei Fan der ersten Stunde, so Hamisch, die mit Revolverheld gemeinsam erwachsen geworden ist.
Bei rockigen Titeln wie Immer noch fühlen oder Nie erwachsen tanzte das Publikum sich warm, während weiße Konfettischlangen herabsegelten und riesige Lufballons durchs Publikum flogen. Auch der Klassiker Lass uns gehen durfte am Schluss nicht fehlen. Der Aufforderung Leb doch einfach im Jetzt in dem Titel So wie jetzt kamen die langjährigen Fans Nicole Schnoor aus Kisdorf und Gaby Musfeldt aus Todesfelde mit ihren Freundinnen nach, die mit dem Konzert ihren Muttertagsausflug einleiteten. „Heute genießen wir das Leben!“, so Schnoor über den Konzertabend mit super Musik. Vor dem Publikumsliebling Licht an forderte Strate zum LED-Lichtermeer auf: „Könnt Ihr es ein bisschen leuchten lassen?“ Das ließen sich die Fans nicht zweimal sagen und eine romantische Atmosphäre verbreitete sich im Stadion, während das Publikum fast ganz alleine die erste Strophe sang. Ein Bühnenfeuerwerk rundete die gefühlvolle Stimmung ab. Auch Leadsänger Strate war sichtlich angetan: „Obwohl es so kalt ist, wird mir ganz warm ums Herz!“ Als eine Message für eine Welt mit mehr Frieden und weniger Krieg und Katastrophen bildete der neue Song Zimmer mit Blick den Abschluss eines Abends voller Emotionen.

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