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Ahmadiyya Gemeinde weiht neue Moschee in Nahe ein

Schluss mit Gebeten im Kuhstall

von Gerald Henseler

Danial Wadood lädt zur Einweihung der neuen Moschee am Sonnabend, 26. Oktober, nach Nahe ein.

Nahe (ohe). Auf dem Gelände des ehemaligen Bauernhofes in der Wakendorfer Straße 11 in Nahe herrscht hektische Betriebsamkeit. Vor dem Moscheeneubau sind Handwerker mit Pflasterarbeiten beschäftigt. Im  Gebetsraum dichten andere die Fenster ab. „Das muss fertig werden“, sagt Danial Wadood, Sprecher der Ahmadiyya Musilim Jamaat in Nahe. Am Sonnabend, 26. Oktober, wollen die rund 300 Gemeindemitglieder ihr neues Gotteshaus feierlich eröffnen. Dazu erwarten die Gläubigen hohen Besuch. Seine Heiligkeit, der fünfte Kalif, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad, hat seinen Besuch angekündigt. Sein Vorgänger, der vierte Kalif Hazrat Mirzatahir Ahmad, rief 1989 das 100-Moscheen-Programm für Deutschland ins Leben., „Mit unserer neuen Moschee haben wir jetzt 60 in Deutschland“, sagt Wadood.  Die Gemeindemitglieder sind stolz darauf, dass sie alle Bauten aus Spenden selbst finanzieren. Der Neubau in Nahe hat rund 500.000 Euro gekostet.

Seit etwa 30 Jahren ist die muslimische Gemeinde in Nahe beheimatet. In einem ehemaligen Bauernhaus bauten sie einen Kuhstall  zum Gebetsraum um. Jetzt freuen sich alle auf das neue Gotteshaus. „Das ist ein großer Schritt. Darauf haben wir lange gewartet“, sagt Danial Wadood.

Von außen gleicht der gelbe Backsteinbau einem großen Wohnhaus. „Wir würden die Moschee gern auch äußerlich als Gotteshaus kenntlich machen“, sagt Wadood und zeigt ein Foto der kürzlich eröffneten größten Moschee der Ahmadiyya in Wiesbaden. Kuppel und Minarett machen den Bau deutlich als muslimisches Gotteshaus kenntlich. Die Ahmadiyya aus Nahe sind bescheiden.  Sie hoffen, dass sie vielleicht einen Halbmond oder ein anders muslimisches Symbol, an der Fassade anbringen dürfen.

Bereits 2011 legte die Gemeinde den Grundstein für das Gebäude mit einer Grundfläche von rund 130 Quadratmeter. In dem zweigeschossigen Bau beten die Gläubigen künftig auf zwei Etagen: unten die Frauen, oben die Männer. Die schwere Teppichrolle für den Gebetsraum hievten die Gemeindemitglieder in einer Gemeinschaftsaktion nach oben. Das frisch gestrichene Treppenhaus litt bei der Aktion. Doch solche Kleinigkeiten beheben die Gemeindemitglieder selbst. Wenn die Bauarbeiter abrücken, kommen die freiwilligen Helfer der Gemeinde, um Hand anzulegen. In vier Tagen soll alles fertig sein. Danial Wadood ist sich sicher, dass das klappt.

Die Moschee wird den Namen Bait-ul-Baseer tragen. „Das kann man mit Haus des Allsehenden übersetzen“, meint Wadood.

Zur feierlichen Eröffnung am Sonnabend, 26. Oktober, ab 16.30 Uhr ist jeder herzlich eingeladen. Danial Wadood bietet allerdings um vorherige Anmeldung per Telefon unter 01  60 / 5  07  77  71 oder per E-Mail an danial.wadood@gmail.com. Parken können Gäste auf einem ausgeschilderten Parkplatz an der Segeberger Straße 18 hinter dem Lidl-Markt. Da das Oberhaupt der weltweit vertretenen Ahmadiyya aus  London anreist, haben die Gemeindemitglieder Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Polizei und Sicherheitsdienst werden vor Ort sein.

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