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Ricklings Kleiderkammer feiert 25-jähriges Bestehen

Winterbekleidung ist immer gefragt

von Gerald Henseler

Detelef Kursel betreut seit 25 Jahren die Kleiderkammer in Rickling.Foto: ohe

Rickling (ohe). Als Ursula und Detlef Kursel vor 25 Jahren die Kleiderkammer im Keller der Ricklinger Feuerwache eröffneten, war noch reichlich Platz in den Regalen. Heute sind die Räume der Kleiderkammer des Ricklinger Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) prall gefüllt.
Seit 25 Jahren öffnen Detlef und Ursula Kursel jeden ersten Mittwoch im Monat ihre Kleiderkammer. Zehn bis zwölf Leute stehen dann immer vor ihrer Tür. Rund 100.000 Kleidungsstücke haben die Kursels bereits ausgegeben. „Im Winter ist die Nachfrage höher als im Sommer“, sagt Detlef Kursel. Längst gibt es in der Kleiderkammer mehr als Hemden, Hosen, Jacken und Pullover. Tassen, Teller, Besteck und vieles andere Küchenzubehör hat Detlef Kursel für seine Kleiderkammer bekommen. „Wir hatten auch schon Möbel aufgenommen. Doch damit wurde es schnell zu eng“, sagt Kursel.
Die Gemeinde Rickling bot der Kleiderkammer einen Umzug in die Alte Schule an. Doch das kommt für Detlef Kursel nicht in Frage. „Viele Menschen, die zu uns kommen, möchten nicht gesehen werden“, weiß er. Für sie liegt der Eingang zur Kleiderkammer auf der Rückseite der Feuerwache ideal. Seit Gründung der Kleiderkammer haben Detlef und Ursula Kursel 78.350 Personen geholfen. Darüber hat Detlef Kursel Buch geführt. Die Nutzer kommen nicht nur aus Rickling. „Zu uns kommen auch Bürger aus Boostedt, Trappenkamp, Bornhöved, Wahlstedt und Bad Segeberg“, sagt Detlef Kursel.
Ursula und Detlef Kursel verbringen täglich etwa eineinhalb bis zwei Stunden mit Aufgaben für die Kleiderkammer. Oft helfen sie auch außerhalb der regelmäßigen Öffnungszeiten der Kleiderkammer oder nehmen Kleidung, Spielsachen oder Kinderwagen entgegen.
Am Sonnabend, 12. Oktober, feiert die DRK-Kleiderkammer offiziell ihr 25-jähriges Bestehen. Von 10 bis 13 Uhr laden Ursula und Detlef Kursel dann bei Kaffee und Kuchen zur Jubiläumsfeier ein. Auch an diesem Tag nehmen sie Textilien, Kissen, Wolldecken, Kleinmöbel, Kinderbetten, Spielzeug und vieles mehr von Spendern entgegen.
Auf der Suche nach Nachfolgern für die Betreuung der Kleiderkammer sind Ursula und Detlef Kursel bislang nicht fündig geworden. Sie befürchten, dass die Kleiderkammer schließen wird, wenn sie einmal nicht mehr können.

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