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Wohnprojekt in der Waldsiedlung geplant

von Alexandra Bury

Was soll auf dem Gelände der Waldsiedlung gebaut werden und soll ein Investor oder die Gemeinde Boostedt das Bauvorhaben in die Hand nehmen? Die Gemeinde diskutiert diese Fragen. Foto: aby

Boostedt (aby).Über eine mögliche Nutzung des als Waldsiedlung bekannten Gebietes an der von-dem-Borne-Straße informierten am Montagabend bei der Sitzung des Bau-und Konversionsausschusses die Pflege SH und die Wobau Neumünster. Die Boostedter Gemeinde erwägt schon länger, das etwa sechs Hektar große Gebiet zu erwerben. Es liegt hinter dem Kindergarten und gehört zur ehemaligen Rantzau-Kaserne. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hatte der Gemeinde Anfang des Jahres ein Kaufangebot vorgelegt. Über den Kaufpreis gab der Bürgermeister nichts bekannt, sagte aber: „Es ist günstig. Die Gemeinde bekommt es verbilligt.“ Eine Entscheidung darüber, ob die Gemeinde das Gebiet selbst entwickeln will oder Interessenten ins Boot holt, ist noch nicht gefallen.
Irini Aliwanoglou, Geschäftsführerin der paritätischen Pflege in Schleswig-Holstein, stellte ein Wohnprojekt vor: „Es handelt sich um ganz normale Wohnungen, die aber ohne jegliche Stolpersteine barrierefrei gebaut sind. So können die Mieter auch im Falle der Pflegebedürftigkeit in ihrem Zuhause bleiben.“ In dem Quartier könnten Mietwohnungen für Pflegebedürftige, Familien, Singles und eine ambulant betreute Hausgemeinschaft für acht junge Erwachsene mit Behinderung entstehen. Vorgesehen sei Versorgungssicherheit rund um die Uhr, die aber ohne Betreuungspauschale je nach Bedarf genutzt werden kann. „Ambulante Pflege und haushaltsnahe Dienste wie Einkaufen und Kochen können auf Wunsch genutzt werden, müssen aber nicht. Miete und Betreuungsleistungen sind komplett getrennt, das ist ein Unterschied zum betreuten Wohnen“, so Aliwanoglou. „Der Bedarf in Boostedt ist da. Ich werde immer wieder von Menschen angesprochen, die in Boostedt bleiben wollen, aber aus verschiedenen Gründen ihr Haus nicht halten können“, schilderte Bürgermeister Hartmut König. Uwe Honsberg, Geschäftsführer der Wobau Neumünster, erklärte: „Der Trend geht ganz klar zu Mietwohnungen.“ Die Wobau habe ein ähnliches Projekt bereits erfolgreich in der Böcklersiedlung in Neumünster geschaffen. Die Boostedter Fraktionen werden intern über die Zukunft der Waldsiedlung beraten.

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