Aus dem Geschäftsleben

Pflegeschule der Segeberger Kliniken führt digitales Klassenzimmer ein

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Schulleiterin Elke Strelow ist mit den Schülern auch im Unterricht digital verbunden, so dass ein engerer Austausch im Unterricht möglich ist.Foto: Segeberger Kliniken

Bad Segeberg (em). In jedem Hörsaal der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Segeberger Kliniken wurde ein sogenanntes ActivPanel installiert. Die digitalen Bildschirme mit einem Bilddurchmesser von zwei Metern sind touch-fähig und mit den 60 Tablets der Schülerinnen und Schüler digital vernetzt. „Wir haben damit die einmalige Möglichkeit, gemeinsam Themen zu erarbeiten und dabei die Medienfähigkeit der Schüler auszubauen. Ich verspreche mir davon insgesamt eine Erweiterung der Methodenvielfalt, was dem Lernen der Auszubildenden entgegenkommen wird“, sagt Schulleiterin Elke Strelow. Methoden, wie selbst-, fall- oder problemorientiertes Lernen können jetzt verstärkt eingesetzt werden. Dazu gehört auch der Einsatz von selbst produzierten Videos, die auf den Tablets gedreht werden.
„Wir haben in dieser Sache schnell gehandelt und die Investition allein finanziert. Die Ausbildung des Nachwuchses ist für unsere Kliniken essentiell. Hier machen wir auch in Zukunft keine Abstriche. Denn gut ausgebildetes Personal ist das Herzstück unseres Unternehmens“, sagt Geschäftsführer Oliver Wielgosch-Borchert.
Die Investitionssumme ins digitale Lernen in Höhe von 60.000 Euro ist für die Gesundheits- und Krankenpflegeschule ein großer erster Schritt beim Ausbau der Schulkapazitäten. Von jetzt etwa 90 Auszubildenden, die in drei Jahrgangskursen die Schule durchlaufen, sollen die Kapazitäten in den nächsten zwei jahren auf 140 Schülerinnen und Schüler ausgebaut werden. Dazu bietet die Schule in diesem Jahr erstmals einen weiteren dreijährigen Ausbildungsgang zum Gesundheits- und Krankenpfleger an. Der Kurs beginnt am 1. Oktober und bietet noch freie Plätze (Interessenten melden sich unter info@skg-jobs.de oder Telefon 0  45  51 / 8  02  28  16).
Im Bereich der Lernausstattung will man auch in Zukunft weitere Anstrengungen unternehmen. So sollen bald in sogenannten Skills Labs gezielt praktische Szenarien trainiert werden. Das sind Übungseinrichtungen, wo an realistischen Modellen oder in Simulationen im Rahmen der Ausbildung pflegerische Fähigkeiten und Techniken in thematisch angelegten Räumen geübt werden können. Dabei wird der Schüler gefilmt, um die Prozedur im Nachgang zu besprechen und so den Lerneffekt zu steigern. „Der zukünftige Beruf des Pflegfachmanns/frau ist immer noch ein Traum- und Karriereberuf und daher sehr begehrt. Wir werden so unser gesamtes Angebot ausbauen und auch wieder Kurse für die einjährige Krankenpflegehilfe anbieten, die ab 2020 in Schleswig-Holstein als generalisierte Form wieder eingeführt wird“, sagt Strelow über ihre Ausbaupläne.

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