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von Gerald Henseler

Kleingärtner bereiten jetzt ihre Gärten für die Saison vor

Scheeglöckchen und Märzenbecher blühen bereits im Garten von Gerd Oldenburg.Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Es ist noch frisch draußen. Doch die Sonne scheint und lockt die Kleingärtner in die Kolonie am Stipsdorfer Berg in Bad Segeberg. Gerd Oldenburg, Detlef Haarbrücker und Horst Wehling haben sich erst einmal zum Klönschnack zusammengefunden. Viel zu tun ist jetzt noch nicht – da sind sich die Kleingärtner einig. Detlef Haarbrücker will noch die letzten Baumschnittarbeiten erledigen. Gerd Oldenburg hat schon 25 Grad Celsius in seinem Gewächshaus gemessen.

„Jetzt ist die Zeit, um Tomaten, Gurken und anderes Gemüse vorzuziehen“, erklärt er. Selbst will er damit noch warten. „Wir fahren noch einmal in den Urlaub, da passt das nicht“, erklärt der Kleingärtner.

Sein Oleander ist im Gewächshaus gut über den Winter gekommen. „Der kann bald wieder raus“, meint Gerd Oldenburg.

Ein paar Gärten weiter ist Ingo Koch am Werk. Er will seine Laube herrichten. Im Winter hat er sich dort kaum aufgehalten. Jetzt zieht es ihn wieder öfter in den Garten. Hochbeete und bunte Fahnen bestimmen das Bild seiner Parzelle. Hier will er in Kürze wieder Gemüse anbauen. Den Knoblauch hat er bereits im Herbst gesät – die frischen grünen Triebe ragen schon aus dem Boden.

Im Frühling stehen verschiedene Arbeiten an, um den Garten optimal auf die neue Saison vorzubereiten. Dazu gehören der Rückschnitt von Stauden, die Bodenpflege und das richtige Düngen.

Sind Stauden im Herbst nicht zurückgeschnitten worden, sollten die vertrockneten Stängel jetzt bodennah abgeschnitten oder abgerissen werden. Gräser werden etwa eine Handbreit über dem Boden gekürzt, um junge Triebe nicht zu beschädigen.

Das Umgraben von Beeten wird heute differenziert betrachtet. In genutzten Böden kann es die Bodenstruktur stören und Mikroorganismen schädigen. Zudem gelangen Unkrautsamen an die Oberfläche und beginnen zu keimen. Umgraben empfiehlt sich vor allem bei schweren, lehmigen Böden sowie bei der Neuanlage von Beeten. Ideal ist es, dies im Herbst durchzuführen, damit die Winterwitterung die Bodenstruktur verbessert. Die Bodenoberfläche sollte mit einem Grubber oder Sauzahn nur leicht aufgelockert werden, um Kompost oder Gesteinsmehl einzuarbeiten. Bodendecker wie Frauenmantel, Golderdbeere und Storchschnabel dürfen dabei nicht beschädigt werden, da sie sonst anfälliger für Krankheiten und Schädlinge werden.

Eine ausgewogene Nährstoffversorgung ist essenziell. Hornspäne und Hornmehl sind beliebte organische Dünger, die vor allem Stickstoff liefern. Für eine optimale Blütenbildung sind zusätzlich Phosphor, Kalium und Spurenelemente erforderlich. Komposterde gilt als bester Universaldünger. Zwei bis drei Liter pro Quadratmeter sind ideal. Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlarten benötigen drei bis vier Liter, während Schwachzehrer wie Kräuter mit weniger auskommen.

Moos entsteht häufig durch Verkrustungen der Bodenoberfläche. Statt Kalk auszubringen, ist es oft sinnvoller, den Boden leicht aufzurauen und Gesteinsmehl einzuarbeiten. Kalken sollte nur nach einer Bodenanalyse erfolgen, da die meisten Gartenböden bereits ausreichend mit Kalk versorgt sind.