Todesfelder Kirche soll zum Geburtstag einen Namen bekommen

Todesfelde (kf). Die Kirche in Todesfelde wird 125 Jahre alt und das soll bei einem Festgottesdienst am Montag, 24. Februar, um 18 Uhr gebührend gefeiert werden.
Nach dem Gottesdienst wird zu einem Empfang ins Gemeindehaus geladen, wo die Gäste, die sich zuvor anmelden mussten, ein buntes Programm erwartet. Der Kirchengemeinderat unter dem Vorsitz von Holger Neitz steckt zusammen mit Pastorin Manuela Zschaubitz und Kirchenmusikerin Renate Stahnke noch mitten in den Vorbereitungen für die Gestaltung des Jubiläumsprogramms und zieht dabei auch gern Pastor Rahn beratend hinzu, der in seinen 34 Jahren als Pastor reichlich Erfahrung beisteuert und gern hilfreich zur Seite steht.
Es wird etwas zu essen geben und Fotos werden die Geschichte der Kirche erzählen, die im Zuge des Jubiläums auch einen Namen erhalten soll. Hier dürfen unter E-Mail buero@kirche-todesfelde.de gern Vorschläge eingereicht werden. „Beim Pfingstgottesdienst wollen wir den Namen dann verkünden“, so Pastorin Zschaubitz.
Der Architekt Cornehls hat den Bau der langersehnten Kirche damals geplant und vorangetrieben. Die Grundsteinlegung war am 25. Juni 1899 und nur knapp drei Monate später wurde am 16. September 1899 Richtfest und am 25. Februar 1900 auch die Einweihung gefeiert. Nicht nur die kurze Bauzeit, auch die Baukosten von 23.000 Mark sind heute nicht vorstellbar.
„Großer Gott wir loben Dich“ sangen 700 Stimmen nach der vollzogenen Weihe und mit diesem Lied wird auch beim Festgottesdienst ins Gotteshaus eingezogen, begleitet von der Kantorei, Mitgliedern des Posaunenchors Bad Oldesloe und Renate Stahnke an der erst kürzlich generalüberholten Orgel (seit 1907 im Einsatz), die sie im Sommer seit 40 Jahren spielt und als Kantorin sämtliche Chöre leitet und zusammenhält. „Der kirchenmusikalische Schwerpunkt der Todesfelder Kirche zeichnet die Kirchengemeinde aus und ist den Mitgliedern sehr wichtig“, weiß die Pastorin, die vor zehn Jahren die Nachfolge von Pastor Rahn antra. Sie ist von den insgesamt 13 Pastoren/Vikaren, die das kirchengemeindliche Leben prägten die erste Pastorin. Pastor Boysen war der erste von ihnen, was Inschriften oder Schnitzereien in einer Säule im Inneren der Kirche noch heute zeigen. Er war es auch, der den Spruch auswählte, der den Altarbogen noch heute ziert. „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt.28,20). Dieser Spruch, zwischenzeitlich mal übermalt, aber durch Malermeister Rainer Holz nach einem alten Foto wieder rekonstruiert, umrahmt das runde Kirchenfenster.
Aus 125 Jahren Kirchengeschichte gibt es so viel Spannendes, Kurioses und Interessantes zu erzählen, dass der Gesprächsstoff beim Jubiläumsempfang ganz sicher nicht ausgeht.